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6 Monate: Ein Rückblick

Was soll ich sagen? Am 14.06.2017 war es soweit: Nora hatte „halben Geburtstag“. Wahnsinn! Man hört ja immer von überall, dass mit Kind (-ern) die Zeit besonders rennt – und es stimmt! Nicht nur die Zeit schreitet schnell voran, sondern auch die Entwicklung eines Babys in den ersten Monaten. Sie lachen, greifen, brabbeln, drehen sich, beginnen vielleicht schon mit den ersten Krabbelübungen, bekommen den ersten Zahn und lernen vielleicht sogar schon ganz spielerisch die ersten Lebensmittel kennen.

Das ist für 6 Monate ganz schön viel. Da wundert es auch nicht, dass die ein oder andere sehr unruhige Nacht dabei ist in denen die Mäuse arg mit den neuen Eindrücken und/oder dem Üben der neu erlangten Fähigkeit zu tun haben.

So war das auch bei uns! Kontinuität gibt es mit solch einem kleinen Wesen nicht. Wir starteten mit ganz leisen und ruhigen Wochen nach der Geburt und gingen über in eine Phase, wo der Kinderwagen, das Auto und sogar zum Schluss die Trage lautstark verschmäht wurden. Das waren nicht ganz einfache Wochen – Ausflüge wurden zur Geduldsprobe und Spaziergänge eigentlich unmöglich. In solchen Phasen denkt man, dass das nie wieder vorbei geht und steckt kurzzeitig den Kopf in den Sand. Entgegen aller Schwarzmalerei verschwindet die Phase aber genau so schnell wie sie gekommen ist bzw. fanden sich Lösungen, die dem Kind wohl sehr angenehm waren (u.a. eine neue Babyschale).

Nach und nach konnte man verfolgen, dass Nora mehr von ihrer Umwelt mitbekam – sie wurde ganz wach und saugte förmlich jedes Geräusch und jeden Gegenstand ein. Das geht natürlich auch damit einher, dass sich der Sichtbereich des Babys erweitert. Hinzu kommt das erste bewusste Lächeln und lachen. Dies führt dazu das man sich unweigerlich – bei jedem Lachen – neu in sein Kind verliebt.Wie gerne macht man sich jetzt zum Clown – nur um dieses kleine Wesen zum Glucksen zu bringen.

Nach und nach wurden auch die ersten Spielzeuge interessant – der Spielbogen oder Greiflinge und Rasseln. Mittlerweile wird hier fröhlich alles bespielt und angefasst. Manchmal auch Dinge, die nichts für Babyhände sind. So wächst man allmählich auch mit dem Kind mit und muss bestimmte Dinge in Sicherheit bringen und Acht darauf geben, wo und wie das Kind liegt.

Mit den Wochen kommt nämlich nicht nur Neugier und Lautstärke hinzu, sondern auch viel Mobilität. Schnell hatte Nora den Dreh raus – wortwörtlich gemeint und rollte sich über die Seite auf den Bauch. Das bedeutet dann auch, dass diverse Liegeorte für das Kind nicht mehr sichern sind. Das Ablegen verlagert sich nun auf die Spielmatte oder den Teppich. Das Wickeln auf dem Wickeltisch ist auch nicht mehr so ganz entspannt. Es ist schon eine Herausforderung die Windel unfallfrei zu tauschen, während das Kind quietsch vergnügt über den Wickeltisch rollt und dabei sämtliche Utensilien auf eben diesem greift und umsortiert.

Neben den belebten Tagen wurden leider auch die Nächte unruhiger – wir waren lange Zeit sehr verwöhnt von ruhigen Nächten, in denen Nora 1-2x kam. So kann es schon mal sein, dass man stündlich das Kind von der Bauchlage zurück in die Rückenlage befördert, weil es selbst dazu nicht in der Lage ist und nach Hilfe ruft. Aber auch das wird – wie alles davor irgendwann einfach wieder vorbeigehen. Und auch wenn dann wahrscheinlich immer zu neue Herausforderungen auf uns warten, die uns zwischenzeitlich um den Verstand bringen, genießen wir jede Sekunde und freuen uns auf die nächsten spannenden 6 Monate mit unserem Kind.

Christin
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6 Monate: Ein Rückblick

von Christin Geschätzte Lesezeit: 2 min
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