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Mit der Beikost kommt das Wasser.

Baby Beikost Wasser

Beschäftigt man sich mit dem Thema Beikost, stellt man sich ebenfalls schnell die Frage, wann ein Baby anfangen sollte, zusätzlich Wasser zu trinken. Hier gehen die Meinungen oft auseinander und ich kann euch nur berichten, wie wir es gemacht haben.

 

Ab wann darf und sollte ein Baby zusätzlich Flüssigkeit aufnehmen?

Viele Eltern geben schon recht früh zusätzlich Wasser, Tee oder Saft, weil sie denken, dass die Milch (also das stillen oder die Flasche) nicht ausreichen würde oder es im Sommer doch so heiß wäre, dass auch hier zusätzlich Wasser benötigt wird.

Prinzipiell heißt es: Babys die regelmäßig Pre oder MuMi bekommen, sind optimal versorgt. Muttermilch besteht u.a. zu einem Großteil (88%) aus Wasser. Dein Baby wird also nicht verdursten oder austrocknen. Für mich ist der Beikoststart auch der Wasserstart. Am Anfang trinken die Kleinen sowieso noch recht wenig – bzw. muss auch erst einmal das richtige Trinkgefäß gefunden werden (auch das ist manchmal gar nicht so leicht).

Darüber hinaus füllt die zusätzliche Flüssigkeit den Magen und unterdrückt das Hungergefühl. Denn Tee oder Wasser  geben dem Körper keine Kalorien und Nährstoffe sowie Salze und Mineralstoffe. Gerade bei noch komplizierten Stillbeziehungen ist das zusätzliche Geben von Wasser eher hinderlich und kann die Gewichtszunahme zusätzlich verschlechtern.

Wasservergiftung – was ist dran?

Wenn man sich im Internet zum Thema beliest, erhält man schnell auch Warnungen zur sogenannten Wasserintoxikation. Ich hielt sie am Anfang für total übertrieben bzw. Falschmeldungen. Nach einigen Recherchen stellt man aber fest, dass es wirklich nicht so ganz ohne ist. Vorallem im ersten Lebensjahr ist darauf zu achten, dass Babys nicht zu viel Wasser / Flüssigkeit extra zu sich nehmen. Zu einer Wasservergiftung kommt es kommt es durch eine Verdünnung des Bluts mit Wasser und dadurch zu einem zu geringen Natriumwert des Bluts. Wasservergiftung ist, nach Fieber, die zweithäufigste, obwohl absolut vermeidbare Ursache von Krampfanfällen bei Babys. 

Wasser, Tee oder Saft?

Beikost Wasser

Dreirad von SmartTrike Trinklernbecher von NUK

Ich bin absolut gegen Tee und Saft (im ersten Lebensjahr). Tee ist für uns ein Medikament, Saft bringt  sinnlos Zucker. Gerade der beliebte Fencheltee reizt eher den Darm des Säuglings als ihn zu beruhigen. Sollte das Baby an Blähungen leiden wäre es besser als Mutter den Tee zu trinken. Natürlich trinken Babys und Kinder süße Getränke lieber – das liegt in Ihrer Natur. Wer schon einmal Muttermilch gekostet hat, weiß wieso. Ich finde es wichtig, dass Kinder Wasser trinken und mögen lernen – gerade als Durstlöscher. Ich selbst trinke nur Wasser wenn ich Durst habe – Saft nur aus Appetit darauf, aber nicht um meinen Durst zu löschen. Darüber hinaus fördert Saft natürlich Karies – auch wenn die Zähne noch nicht durchgebrochen sind!

Ebenfalls halte ich nichts von den ganzen fertigen Getränken in den Drogerien für Babys und Kinder.  Gerade weil man dann hier noch zusätzlich mit zusätzlichen Inhaltsstoffen gearbeitet werden.  Letztens sah ich bei DM einen Eistee ab 6 Monate! Oder Kindermilch …. da fehlen mir mittlerweile leider die Worte.

Nora trinkt sehr gerne Wasser und darf auch jederzeit an ihre Trinklernflasche – sie steht jederzeit so, dass sie sich selbst bedienen kann.

Welches Wasser ist geeignet?

Prinzipiell kann man auf Wasser aus der Leitung zurückgreifen. Spezielle Babywasser haben zuletzt in diversen Tests von Ökotest wieder sehr schlecht abgeschnitten. Wir greifen momentan auf Volvic zurück, da wir es a) selbst gerne trinken und b) sogar die Flasche mit „zur Zubereitung von Babynahrung geeignet“ versehen ist. Nicht geeignet sind Mineralwasser mit Kohlensäure, Wasser mit Geschmack oder was Wasser Filtern.

Wie viel sollte ein Baby / Kind trinken?

Insgesamt brauchen Babys im 2. Lebenshalbjahr ca. 500ml Flüssigkeit pro Tag, Muttermilch bzw. Pre mit eingerechnet. Kleinkinder (1-3 Jahre) sollten pro Tag ca. 600-800 ml trinken.

Christin
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Mit der Beikost kommt das Wasser.

von Christin Geschätzte Lesezeit: 3 min
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