Bedürfnisorientierte Elternschaft Gedanken Mama & Familie

Wenn Kinder mit 7 Monaten ihre Grenzen austesten …. *achtung

Na geschockt und tatsächlich gedacht, dass ich euch erklären will, dass ein 7 Monate !!! altes Kind bereits fleißig dabei ist Grenzen auszutesten, und seine Eltern mutwillig zu ängern? Natürlich nicht. Aber genau das las ich, gescreenshotet von meiner Seelenverwandten im Facebook, unter absoluter Fassungslosigkeit.

Da gibt es tatsächlich Mamas in diversen Facebook Gruppen, die sich „hinstellen“ und meinen, dass dieser kleine Mensch mit seinen 7 Monaten testet, wann Mama & Papa der Geduldsfaden reißt. Natürlich sagt man mal schnell, dass hast du doch mit Absicht gemacht z. B. dann wenn Nora, um scheinbar den Mittagsschlaf hinauszuzögern, nochmal ordentlich in die Windel brettert und alles von vorne beginnt.

Mama ich brauche dich

Aber mich macht es traurig zu lesen, dass scheinbar die ganz normalen Bedürfnisse eines Kindes – Mama geht aus dem Raum ergo Baby weint (woher soll das Kind auch wissen, dass Mama wieder kommt / das wäre früher sein sicherer Tod gewesen) – als Versuch des Kindes, die Eltern „herumzukommmandieren“ abgetan werden. Dabei reden wir doch bitte in den ersten 12 Monaten und natürlich weit darüber hinaus nur darüber, die Bedürfnisse des Babys zu erkennen und zu stillen. Sei es Hunger, das Verlangen nach Nähe am Tag aber auch nachts oder eben die schmutzige Windel. Diese Bedürfnisse umgehend zu bedienen hat aber in keinster Weise etwas damit zu tun, das Kind zu verwöhnen. Wie oft hört man den Ausspruch „Wenn du dein Kind dauernd trägst, wird es sich daran gewöhnen“ oder auch beliebt „Wenn das Kind immer bei euch im Bett schläft, wird es nie alleine schlafen können“.

Urvertrauen macht Babys stark für’s Leben

Denn dieses fürsorgliche und sofortige Bedienen der Bedürfnisse eines Kindes schafft und erhält nur eins – Urvertrauen und Grundsicherheit. Absolute Grundbedürfnisse unserer Kinder. Und das alles funktioniert, ohne das wir unsere eigenen Bedürfnisse zurückstecken müssen – stillen im Familienbett, Haushalt machen mit Tragetuch usw.. Früher wie heute können wir gleichermaßen die Bedürfnisse des Kindes und das der Eltern (oftmals sogar zeitgleich) stillen. Nichts anderes sagt Attachment Parenting aus – ein bedürfnisorientiertes ausgeglichenes Familienleben.

Was mich noch viel mehr erbost ist die Tatsache, dass den Kindern bereits die „Sozialkompetenz“ zugesprochen wird, seine Eltern bewusst zu manipulieren  – aber wenn es darum geht, das Kind als kompetentes Wesen anzuerkennen und ihm Fähigkeiten und Gefühle zuzuschreiben – hört es bei vielen auf. Da wird fröhlich über Schlaftrainings siniert – damit das kleine ungezogene Wesen nicht permanent Mama und Papa ans Bett zitiert. BLW ist sowieso der neueste Trend – der natürlich nicht begründet in der Vergangenheit der Kinder liegt sondern eine pure Erfindung von diversen Ökoeltern ist.  Kindern wird nicht zugetraut, sich alleine die Schuhe zu binden // überhaupt wäre für so einen Schnick-Schnack jetzt gar keine Zeit.

Der weiß ganz genau, wie der dich um den Finger wickeln kann

Warum können wir unsere Babys nicht von Anfang so behandeln, wie sie es verdienen?

Als vollwertige kompetente Gegenüber, mit eigenen Gefühlen, Bedürfnissen und Kompetenzen.

Christin
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2 Kommentare

  • Reply
    Susi
    25. Juli 2017 at 17:31

    Es ist so traurig zu lesen und darüber nachzudenken, dass es Mamis und Papis gibt, die so zu ihren Babys sind. Dieses kleine hilflose Wesen verdient alles, was es möchte!

  • Reply
    Jacqueline
    25. Juli 2017 at 17:50

    Du sprichst aus der Seele. Wir haben uns auch für den bedürfnissorientierten Ansatz entschieden und werden oft kritisiert dafür. Dann kommen solche Sprüche wie „ihr habt sie ja schon richtig verzogen“,… Und als Öko Mutti werd ich auch bezeichnet wegen meiner Stoffwindeln und weil ich nähe. Das ist echt sehr verletzend weil ich such nichts dazu sage wie sie ihre Kinder erziehen mit ruhig stellen vorm Fernseher oder ähnliches.

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    Wenn Kinder mit 7 Monaten ihre Grenzen austesten …. *achtung

    von Christin Geschätzte Lesezeit: 2 min
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