Bedürfnisorientiert leben Schlafen

Die Lösung für alle Schlafprobleme …

Babyschlaf Lösung

Schon in der Schwangerschaft bekommt man von überall erzählt, man soll doch nochmal richtig schlafen – mit Baby wird das nichts mehr. Leider waren schon die letzten Tage und Wochen der Schwangerschaft nicht mehr so ganz gemütlich und man wurde bereits auf schlaflose Nächte eingestimmt. Die Hüfte tat weh, Übungswehen und nicht zu vergessen ! stündlich ! auf die Toilette müssen.

Natürlich ist man seelisch und moralisch auf schlaflose Nächte mit Baby vorbereitet. Aber trotzdem hat man ganz leise die Hoffnung, dass man ein ganz entspanntes Baby bekommt, was vielleicht sogar recht früh „durchschläft“ (obgleich man weiß, dass sie es nicht müssen).

Unsere Realität war: in den ersten 4 Monaten des nachts ein entspanntes Baby – schlief seelig auf ihrem Papa. Nacht für Nacht. Sie kam 2x bis 3x. Das empfanden wir als wirklich angenehm. Waren verwöhnt. Das änderte sich von einer Nacht auf die andere. Schlagartig. Sie kam stündlich – teilweise mehrfach die Stunde. Wollte stillen, Nähe,  jemanden bei sich spüren, nicht alleine liegen.

Ablegen und wegschleichen? Keine Chance. Alleine schon das Ablegen an sich? Schwierig. Wie ein Sechser im Lotto. Das kannten wir schon aus den ersten Monaten – allerdings hatten wir das „Ablegeproblem“ (welches eigentlich keines ist, wenn man sich damit beschäftigt, wie unsere Babys gepolt sind) sonst nur tagsüber. Nacht für Nacht… fast schon, als hätte sie einen Wecker gestellt, wachte sie stündlich auf – weinte und wollte beruhigt werden, um dann wieder friedlich einzuschlummern. Mittlerweile waren wir wirklich müde … eigentlich kein Ausdruck. Selbst Kaffee versprach keine Besserung.

Währendessen liest man von anderen Babys die durchschlafen und sich ganz selbstverständlich überall und jederzeit ablegen lassen, während man selbst kaum noch die Augen aufbekommt. Kinder, die in eigenen Betten … teilweise Zimmern schlafen (ich gehe jetzt nicht näher darauf ein, wie ich das finde). Es zermürbt einen. Man denkt kurzzeitig das eigene Kind wäre abnormal. Man macht irgendetwas falsch und ist selbst daran Schuld, dass das Kind nicht schläft.

Bis dato lief der Schlaf zumindest tagsüber recht gut … manchmal brauchte es ein paar Anläufe, bis ich sie ablegen durfte. Manchmal war ich selbst dazu zu müde und ging den Weg des geringeren Widerstandes – lies sie in der Trage schlafen und lief, lief, lief.

Steigerungen? Mit meinem Kind immer 🙂 Am Zenit unserer Müdigkeit angekommen – verzweifelte Versuche den Schlaf unserer Tochter zu verbessern. Eigenes Bett, eigenes Bett im eigenen Zimmer, Lavendel, Flasche mit Pre (nachdem man mir einmanifestieren wollte „Das Kind hat Hunger“ – obwohl ich weiß, dass das Quatsch ist) … wir versuchten einiges. Nichts hat langfristig Verbesserung gebracht. Im Gegenteil. Statt stillen im Familienbett rannte ich nun stündlich zu Nora ins Zimmer. War am nächsten Tag noch viel müder (dachte zu der Zeit das wäre gar nicht mehr möglich). Wir brachen alle Versuche ab und holten sie, so wie es unsere Überzeugung war und ist, zurück ins Familienbett. Stillten wieder im liegen – so nebenbei halb schlafend. Wurden zwischenzeitlich sogar mit einigen guten Nächten belohnt. Aber auch mit Tagen, wo nur der Papa sie ins Bett bringen durfte. Wo Einschlafstillen abgeschafft wurde – sie wollte es nicht mehr. Ja bis hin zum Mittagsschlaf – der jetzt nur noch auf mir stattfindet. Btw genau dieser Mittagsschlaf sorgt wohl dafür, dass meine letzten Schwangerschaftspfunde purzeln. Für Mittagessen ist nämlich kein Platz mehr.

Und wo bleibt jetzt das Patentrezept fragt ihr euch? Die Lösung für all die Schlafprobleme ist und war AKZEPTANZ. Tatsächlich war es das Akzeptieren, dass sie halt einfach ein schlechter Schläfer ist, sie uns Nachts einfach so sehr braucht, dass sie Nachts milchtechnisch das aufholen muss, was sie tagsüber nicht trinken konnte, weil alles viel zu spannend war, unsere Lösung. Wir schrauben und experimentieren nicht mehr an unserem Kind herum. Wir wissen, dass das Familienbett richtig ist. Es okay ist, dass sie mit ihren 9,5 Monaten nachts noch trinken will. Das sie nicht durchschlafen kann, muss, soll und vorallem braucht.

Sie braucht uns. Und diese Phase, wo sie nachts Rückversicherung braucht, dass noch alle da sind – ist im Vergleich soooo verdammt kurz. Sicher schon bald wird es vorbei sein … und sie wird nachts schlafen. Nicht täglich gut und vielleicht (ganz sicher) nicht durch aber es kann nur besser werden.

Lasst euch nicht erzählen, was euer Kind muss. Nicht verunsichern von anderen Mamas und deren Kindern, die durschlafen, nachts nicht mehr stillen, im eigenen Bett und Zimmer schlafen. Euer Baby ist perfekt – ein perfektes Steinzeitkind. Mit dem gleichen Code wie vor xtausend Jahren. Das Ablegen und Vergessen werden wäre früher der sichere Tod gewesen. Woher sollen unsere Babys wissen, dass da kein Säbelzahntiger mehr wartet – nur Mami mit dicken Augenringen 😛 Genießt eure Nächte kuschelnd im Familienbett.

 

Christin
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Die Lösung für alle Schlafprobleme …

von Christin Geschätzte Lesezeit: 3 min
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