Ratgeber Schwangerschaft

Typische Beschwerden in der Schwangerschaft

Beschwerden in der Schwangerschaft

Der weibliche Körper vollbringt die komplette Schwangerschaft über Höchstleistungen. Die ganzen Veränderungen die der Körper durchlebt bleiben oftmals nicht ohne kleinere oder größere ,,Nebenwirkungen“.

Nachfolgend listen wir euch typische Schwangerschaftsleiden auf, die eine Frau ereilen können aber nicht müssen. Bei ungewöhnlichen Auffälligkeiten sollte ein Arzt konsultiert werden.

Ausfluss

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Machen wir uns nichts vor … schwanger sein ist oftmals nicht sexy. Während der Schwangerschaft wird die Scheide besser durchblutet und produziert so mehr Ausfluss. Während der Schwangerschaft sollte auch hier keine übertriebene Hygiene stattfinden – Wasser und Seife sind ausreichend.

Abhilfe gegen den Ausfluss kann hier eine dünne Slipeinlage schaffen. Veränderungen des Ausflusses (Farbe und Geruch) sollten mit dem Frauenarzt geklärt werden.

Blasendruck

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Welche Schwangere kennt es nicht? Man rennt dauernd auf die Toilette. Das liegt daran, dass die wachsende Gebärmutter auf die Blase drückt. Weiterhin wird der gesamte Bereich des Beckens besser durchblutet, dies regt die Nieren an und damit wird mehr Urin gebildet.

Sollte das Wasserlassen Schmerzen bereiten, könnte dies u.a. auf eine Blasenentzündung hindeuten.

Blasenentzündung

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Durch die hormonelle Umstellung während der Schwangerschaft sind Frauen besonders anfällig für Blasenentzündungen. Bakterien können in der Schwangerschaft leichter in die Harnröhre eindringen.

Bei einer Blasenentzündung sollte ein Arzt aufgesucht werden. Bei leichten Symptomen helfen warme Füße, Cranberrysaft und generell viel Flüssigkeit.

Blähungen

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Ebenfalls eine eher unschöne Nebenwirkung der Schwangerschaft sind Blähungen. Leider begleiten einen diese oft fast die gesamte Schwangerschaft. Diese Blähungen entstehen durch den Anstieg des Hormons Progesteron, dieser macht den Darm träge.

Gegen Blähungen hilft viel Bewegung und ausreichend Flüssigkeit (möglichst ohne Kohlensäure). Kohl- und Lauchgemüse, sowie Milchprodukte sollte gemieden werden.

Ebenfalls gute Wirkung erzielen bestimmte Teesorten wie z.B. Fencheltee, Ingwertee oder Anistee.

Blutungen

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Gerade in der Frühschwangerschaft können Blutungen auftreten. Dies hängt mit der Umstellung im Körper zusammen. Sollten die Blutungen mit Schmerzen einhergehen, kann es sich um eine Eileiterschwangerschaft oder eine Fehlgeburt handeln.

Gerade bei frischem hellen Blut sollte ein Arzt konsultiert werden.

Brustschmerzen

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Gerade in der ersten Zeit fängt die Brust an zu schmerzen und zu spannen und vorallem die Brustwarzen werden empfindlicher.

Hier hilft ein bequemer BH oder kein BH und Brustwarzensalbe. Eine weitere Möglichkeit sind warme Lavendelumschläge.

Hämorriden

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Eine weitere sehr unangenehme Sache während der Schwangerschaft können Hämorriden sein. Diese entstehen u.a. durch die Erweiterung der Blutgefäße im After, aufgrund steigender Druckbelastung der Blutgefäße, die vermehrte Blutflüssigkeit und durch Verstopfungen.

Um die Verdauung zu unterstützen sollte man viel Flüssigkeit zu sich nehmen und auf ausreichend Bewegung achten.

Heißhunger

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Durch die zusätzliche Glukose Versorgung des Kindes erschöpfens sich die mütterlichen Blutzuckerreserven schneller und dies führt zum bekannten Heißhunger.

In diesem Fall hilft ein kleiner Snack wie ein Apfel oder Ballaststoffe. Vorbeugen kann man mit über den Tag verteilten kleineren Mahlzeiten.

Hitzewallungen

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Da in der Schwangerschaft das Blut schneller fließt und die Blutgefäße erweitert sind erzeugt der Körper mehr Wärme.

Durch die vermerhrte Ausscheidung von Körperflüssigkeit durch die Haut sollte besonders auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Scharfe Speisen und ähnliches sollten vermieden werden.

Ischiasbeschwerden

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Sehr schmerzhaft können anhaltende Ischiasschmerzen in der Schwangerschaft sein. Diese werden u.a. durch das wachsende Kind verursacht, welche auf den Ischias drücken aber auch die Verlagerung des Körperschwerpunktes.

Bei Ischiasschmerzen hilft Bewegung (bloß keine Schonhaltung), schwimmen und Wärme z.B. in Form von Wärmepflastern.

Juckreiz

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Juckreiz tritt vorallem in der zweiten Schwangerschaftshälfte auf, wenn sich die Haut denkt und sich Schweiz in den Hautfalten sammelt z.B. Brüste, Bauch-Hüftübergang.

Abhilfe schafft hier locker sitzende Kleidung oder auch feuchtigkeitspendende Körperlotions oder Öle.

Krämpfe

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Nährstoffmangel, Blutmangel oder auch Krampfadern können in der Schwangerschaft zu nächtlichen oder morgendlichen Wadenkrämpfen führen.

Die Einnahme von Magnesium (empfohlen Magnesiumcitrat) kann zu Linderung führen. Ebenso unterstützen Mandeln, Nüsse, Vollkorn- und Milchprodukte

Kreislaufprobleme

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Gerade in den ersten 3 Monaten haben Schwangere einen niedrigen Blutzuckerspiegel und dieser kann zu Kreislaufproblemen führen. Ausgewogene Ernährung, Schlaf und Bewegung beugen Kreislaufproblemen vor.

Kopfschmerzen

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In den ersten Wochen kann es vermehrt zu Kopfschmerzen durch die hormonelle Umstellung kommen. Hier helfen frische Luft und ausreichend Flüssigkeit. Auf Schmerzmittel sollte solange wie möglich verzichtet werden.

Bei andauernden Kopfschmerzen kann Akupunktur helfen. Starke Kopfschmerzen sollten allerdings mit dem Arzt abgeklärt werden.

Kurzatmigkeit

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Gerade in den ersten Wochen der Schwangerschaft und zum Ende hin kann es zu Kurzatmigkeit kommen. Das ist ein ganz harmloses Phänomen, was mit der körperlichen Umstellung und später mit Platzmangel am Zwerchfell zusammenhängt. Ein weiterer Grund ist die steigende Blutmenge. Diese erhöht den Sauerstoffbedarf des Körpers erheblich.

Mutterbandschmerzen

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Ein Nebenwirkung die gerade in der frühen Schwangerschaft zu Unsicherheiten und Ängsten führt weil viele Frauen denken, sie kriegen doch noch ihre Menstruation – dabei sind es ,,nur“ die Mutterbänder.

Die Schmerzen lassen sich ganz einfach erklären: Die Gebärmutter ist im Becken an diesen 10 bis 12 cm länger Bändern verwachsen. Sie dienen dazu, die Gebärmutter in ihrer Lage zu halten. Wächst nun die Gebärmutter (und das geschieht recht frühzeitig), dann werden diese Bänder gedehnt und bereiten Schmerzen. Dies kann sich wie Muskelkater, eine Zerrung oder halt wie das Eintreten der Periode anfühlen.

Abhilfe schafft hier eine Massage der Leistengegend oder Wärme.

Müdigkeit

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Die Hormonumstellung während der Schwangerschaft sorgt u.a. für Müdigkeit. Diese zwingt viele Schwangere gerade in den ersten und letzten Wochen der Schwangerschaft auf die Couch.

Abhilfe schaffen Wechselduschen, viel Bewegung und frische Luft – aber auch der Müdigkeit nachzugehen und ausreichend zu schlafen. Müdigkeit kann aber auch durch Eisenmangel zustande kommen. Hier sollte der Frauenarzt regelmäßig den HB-Wert prüfen.

Nasennebenhöhlen verstopft

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Viele Frauen haben gerade am Morgen nach dem Aufwachen eine verstopfte Nase – dies kann auch Schwangerschaftsschnupfen (Schwangerschaftsrhinitis) hindeuten.

Östrogen sorgt während der Schwangerschaft u.a. für das Anschwellen von Schleimhäuten u.a. halt auch in den Nasenhöhlen. Hierdurch kann es dann zu einer verstopften Nase kommen.

Sollten keine weiteren Auffälligkeiten hinzukommen muss dies nicht behandelt werden. Abhilfe kann ein Salzwasser-Nasenspray schaffen oder eine Nasen-Dusche.

Rückenschmerzen

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Durch den Bauch und dessen Gewicht verändert sich die Körperhaltung einer Schwangeren maßgeblich. Der Rücken wird ins Hohlkreuz gezogen und die Bänder sowie Muskeln werden mehr beansprucht. Gerade Frauen, die vorher schon Rückenprobleme haben, werden ihren Rücken wohl noch mehr spüren.

Vorbeugen und behandeln kann man mit Yoga, schwimmen, Wärme, bequeme und flache Schuhe, kein schweren Heben (in der Schwangerschaft sowieso nicht) und langes Stehen vermeiden.

Sollten keine weiteren Auffälligkeiten hinzukommen muss dies nicht behandelt werden. Abhilfe kann ein Salzwasser-Nasenspray schaffen oder eine Nasen-Dusche.

Scheidenpilz

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Recht häufig kommt es zu einer weiteren sehr unangenehmen Auswirkung in der Schwangerschaft: Scheidenpilz.

Grund dafür sind wieder mal die bösen Schwangerschaftshormone. Aber auch unser geschwächtes Immunsystem geben Pilzen einen guten Nährboden.

Einen Scheidenpilz erkennt man z.B. an folgenden Symptomen:

 

  • Jucken und Brennen im Scheideneingang
  • Rötung und Schwellung des äußeren Genitalbereichs
  • weißlicher, quarkiger Ausfluss
  • Schmerzen beim Sex

 

Grundsätzlich ist ein Pilzbefall nicht schädlich für Mutter und ihrem ungeborenen Kind – kann aber andere Krankheiten begünstigen. Daher ist bei den ersten Anzeichen ein Arzt zu konsultieren.

Schlafstörungen

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Wenn man sich an eins bereits in der Schwangerschaft gewöhnen sollte, dann ist es der frühzeitige Mangel an Schlaf. Dies kann gleich mehrere Ursachen haben: Wadenkrämpfe, Harndrang, Rückenschmerzen, Sodbrennen etc.

Hier hilft u.a. das Verwenden eines Stillkissens für eine bessere Schlafposition, eine erhöhte Schlafposition für den Oberkörper gegen das Sodbrennen und die Einnahme von Magnesium gegen Krämpfe.

Gegen unruhige Nächte kann auch folgendes helfen:

  • Kräutertees wie Melisse, Hopfen oder Baldrian
  • Glas warme Milch mit Honig
  • Vor dem zu Bett gehen Entspannungsübungen
  • eine warme Badewanne (nicht heißer als 37° Grad)
  • keine schweren Mahlzeiten
  • keine Kohlensäure
  • Spaziergang vor dem Schlafen
  • kühles, dunkles und gut gelüftetes Schlafzimmer

Schwangerschaftsstreifen

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Bei einem wachsenden Bauchumfang von bis zu 40 cm ist es kein Wunder, dass die Haut hier eine wahnsinnige Aufgabe und damit auch Belastung erfährt.

Nicht selten entstehen teilweise bis unter die Geburt Schwangerschaftsstreifen. Diese Risse (meist rötlich oder bläulich) entstehen im Untergewebe und werden als Risse an der Hautoberfläche sichtbar.

Viele Frauen versuchen hier mit Cremes und Ölen vorzubeugen. Sorry Mädels aber leider ist es so, dass kein Präperat so tief in die Haut eindringen könnte, um wirklich an der Stelle wo die Streifen entstehen zu wirken.

Man sollte jedoch trotzdem die Haut regelmäßig eincremen um die Haut feucht zu halten und um Juckreiz bzw. Spannungsgefühl zu vermeiden. Weiterhin tut eine schöne Massage / das Eincremen Mutter und Kind gut. Diese Aufgabe kann auch super der werdende Vater übernehmen.

Mehr Informationen erhalten.

Sodbrennen

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Durch den vermehrten Druck auf die Gebärmutter und die Schlaffheit des Muskelrings zur Speiseröhre steigt Magensäure in die Speiseröhre auf und verursucht Sodbrennen.

Sodbrennen kann man vermeiden, indem man viele kleine Mahlzeiten am Tag zu sich nimmt, Oberkörper im Liegen höher lagern, Mandeln kauen, Milch trinken und die Einnahme von Retterspitz Innerlich. Auch eine Umstellung auf basische Ernährung kann eine Erleichterung bringen – hierbei wird bewusst auf Lebensmittel verzichtet, die u.a. zu einer Übersäuerung des Körpers führen. Hier könnte man sogar auf das Medikament Rennie zugreifen – da dies für die Schwangerschaft unbedenklich ist. Vorallem Kohlensäure, fettige und scharfe Speisen vermeiden.

Viele Frauen versuchen hier mit Cremes und Ölen vorzubeugen. Sorry Mädels aber leider ist es so, dass kein Präperat so tief in die Haut eindringen könnte, um wirklich an der Stelle wo die Streifen entstehen zu wirken.

Man sollte jedoch trotzdem die Haut regelmäßig eincremen um die Haut feucht zu halten und um Juckreiz bzw. Spannungsgefühl zu vermeiden. Weiterhin tut eine schöne Massage / das Eincremen Mutter und Kind gut. Diese Aufgabe kann auch super der werdende Vater übernehmen.

Übelkeit und Erbrechen

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Für viele Frauen beginnt der Start in der Schwangerschaft unschön – geplagt von Übelkeit schwindet kurz die erste Euphorie über den baldigen Nachwuchs.

Schuld ist der Anstieg des Schwangerschaftshormons HCG. Je nach Stärke dieses Hormons kommt es zu Schwangerschaftsübelkeit oder nicht. Meist verschwindet die Übelkeit nach 3 Monaten wieder – einige Frauen sind jedoch die komplette Schwangerschaft damit gestraft. Teilweise reichen schon bestimmte Gerüche und Lebensmittel aus, um Übelkeit zu bewirken.

Eine ausgeprägte Form der Schwangerschaftsübelkeit ist Hyperemesis gravidarum. Dies sollte dringend von einem Arzt überwacht werden.

Hausmittel gegen Übelkeit sind z.B. Tee, kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt, Zwieback, Mandeln kauen, Stress vermeiden. Darüber hinaus kann man mit seinem Arzt oder seiner Hebamme über die Einnahme von Vomex oder Nausema reden.

Verstopfungen

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Schwangerschaft macht den Darm träge und dies kann auf kurz oder lang zu Verstopfungen führen. Da Abführmittel in der Schwangerschaft tabu sind, können auf folgende Hilfsmittel zurückgegriffen werden:

  • Bewegung
  • viel Trinken
  • ein Glas warmes Wasser regt die Verdauung an
  • Obst und Gemüse
  • Magnesium
  • Floh- oder Leinsamen

Wassereinlagerungen

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Zahnfleischbluten

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Das Zahnfleisch wird in der Schwangerschaft ebenfalls besser durchblutet. So kann es dazu führen, dass das Zahnfleisch anschwillt und blutet.

Wenn man zusätzlich mit Erbrechen zu tun hat ist das Zahnfleisch durch die Säure zusätzlich gereizt.

Bei angegegriffenem Zahnfleisch hilft Ölziehen, eine Massage des Zahnfleisches  und das Vermeiden von zuckerhaltigen Lebensmitteln.

Christin

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