Schwangerschaft

Checkliste Schwangerschaft

Schwangerschaft Checkliste

Kaum erhält man die freudige Nachricht das man Nachwuchs erwartet, prasseln auch viele Dinge ein, die man im Vorfeld oder zeitnah erledigen sollte. Wir haben dir eine kurze Checkliste zusammengestellt, an was du denken solltest, sobald du einen positiven Schwangerschaft in der Hand hälst oder im Verlauf der Schwangerschaft.

 

Checkliste Erledigungen Schwangerschaft

  1. Kümmere dich frühzeitig um eine Hebamme. Leider sind Hebammen knapp und werden immer knapper. Hierbei kann man selbst im Internet recherchieren, in Krankenhäusern oder Geburtshäusern anfragen oder sich bei seinem Frauenarzt Empfehlungen holen. Für mich war die Suche nach einer Hebamme sehr wichtig, da man einen so intensiven Moment nur mit Menschen teilen möchte, die einem sympathisch sind. Wir haben uns in der 11. SSW für die Geburt im Geburtshaus und einer Hebamme dort entschieden. Die Wartelisten waren da schon bis Jahresende fast voll.
  2. Wo möchtest du entbinden? Je nachdem wo du entbinden möchtest solltest du dir Termine im Geburtshaus, oder für eine Kreissaalbesichtigung machen. Gerade Geburtshäuser haben meist Wartelisten, da sie nicht unbegrenzt Frauen pro Monat annehmen.
  3. Arbeitgeber informieren: Nach 12 Wochen würde ich den Arbeitgeber über die Schwangerschaft in Kenntniss setzen. In manchen Berufen wartet ein direktes Beschäftigungsverbot – hier sollte die Schwangerschaft von Kenntnis an mitgeteilt werden.
  4. Geburtsvorbereitungskurs: Auch hier sollte man sich zeitnah einen Termin sichern. Es gibt Kurse nur für Frauen über einige Wochen hinweg aber auch Partner Kompaktkurse. Diese finden dann an einem Wochenende statt.
  5. Mutterschaftsgeld (bei Angestellten) solltest du spätestens eine Woche vor Beginn des Mutterschutzes (beginnt 6 Wochen vor ET) bei der Krankenkasse beantragen. Selbstständige und Beamte haben in der Regel kein Anspruch auf Mutterschaftsgeld.
  6. Bis einschließlich 7 Tage nach der Geburt muss man seinen Nachwuchs beim zuständigen Standesamt anmelden um die Geburtsurkunde zu erhalten. In den meisten Fällen meldet das Krankenhaus bzw. das Geburtshaus den Nachwuchs schon vorab an – dies erspart leider den persönlichen Besuch vor Ort nicht. Für die Anmeldung benötigt man die Geburtsbescheinigung, Personalausweise und die Heiratsurkunde (bei Unverheirateten Paaren die Geburtsurkunde der Mutter und die Vaterschaftsanerkennung).
  7. Krankenversicherung: Damit der NAchwuchs zeitnah krankenversichert ist, sollte man sich hier um die Familienversicherung kümmern. Je nachdem bei wem das Kind versichert sein soll kontaktiert man hier die Krankenkasse und braucht die Geburtsurkunde und als Vater wieder die Vaterschatsanerkennung falls man nicht verheiratet ist. Keinen Anspruch auf eine Familienversicherung hat das Kind dann, wenn ein privat versicherter Partner ein Einkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze (derzeit 4.687,50 Euro brutto monatlich, Stand 2016) hat und regelmäßig ein höheres Einkommen bezieht als der gesetzlich Versicherte. Wenn der gesetztlich versicherte Partner jedoch mehr verdient als der privat versicherte Partner oder aber das Einkommen des privat Versicherten unter die Jahresarbeitsentgeltgrenze fällt, dann kann das Kind familienversichert werden.
  8. Elternzeit: Bis 7 Wochen vor Geburt des Kindes kann beim Arbeitgeber der Wunsch auf Elternzeit eingereicht werden. Hierfür wird der Arbeitgeber über den Zeitraum der Elternzeit informiert. Die Elternzeit findet unabhängig vom Elterngeld statt. Das heißt Elternzeit und Elterngeld sind 2 getrennt voneinander ablaufende Prozesse. Im Nachgang kann jederzeit weiter Elternzeitmonate beim Arbeitgeber bekannt gegeben werden. Dies muss allerdings jeweils fristgerecht passieren.
  9. Elterngeld: Mit Geburt des Kindes hat man Anspruch auf Elterngeld. Der Antrag für das Elterngeld kann mit Vorliegen der Geburtsurkunde beantragt werden. Weitere notwendige Anlagen muss man im Einzelfall dem Antrag entnehmen. Um im Vorfeld weniger Stress zu haben, kann man den Antrag im Internet downloaden und vorab ausfüllen. Man sollte in seiner Finanzplanung bedenken, dass die Bearbeitung des Elterngeldes einige Zeit in Anspruch nimmt und man sich vorher ein Polster anlegen sollte um die Zeit zu überbrücken.
  10. Kindergeld: Diesen Antrag kann man ebenfalls vorab ausfüllen und wird mit der Geburtsurkunde bei der Familienkasse eingereicht.
  11. Betreuungsplatz: Kümmere dich rechtzeitig um einen Platz in der Krippe, bei einer Tagesmutter und -vater oder im Kindergarten.
  12. Mutterschaftsgeld: Mutterschaftsgeld wird von den gesetzlichen Krankenkassen im Normalfall 6 Wochen vor der Entbindung und 8 Wochen nach der Entbindung, bei Früh- oder Mehrlingsgeburten 12 Wochen nach der Entbindung) sowie für den Entbindungstag gezahlt.Ein Antrag sollte möglichst vor Beginn der Mutterschutzfrist eingereicht werden. Die entsprechenden Formulare erhaltet ihr bei eurer Krankenkasse.
  13. Verhütung nach der Schwangerschaft: Sobald die Periode wieder eintrifft (das passiert je nach Frau mehr oder weniger schnell) heißt es wieder verhüten (zumindest wenn man nicht direkt wieder schwanger werden möchte). Hier stelle ich euch bald etwas vor, was auch in der Stillzeit funktioniert und ganz natürlich ist.

 

Christin
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von Christin Geschätzte Lesezeit: 3 min
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