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Frustrationstoleranz, hallo!

Frustrationstoleranz krabbeln

Jetzt, wo bei uns Mobilität DAS Thema No. 1 ist, müssen wir uns mit einem ganz anderen Thema auseinandersetzen – nicht nur dem ,,wie und womit sichere ich die Wohnung bzw. muss ich das überhaupt“ sondern auch mit Frustrationstoleranz. Das ist genau so wie Konfliktfähigkeit oder auch Einfühlungsvermögen ein wichtiger Baustein im Bereich der emotionalen Intelligenz. Frustrationstoleranz meint, die Fähigkeit mit Enttäuschungen und Niederlagen umzugehen.

Krabbeln – der Start der unendlichen Frustration

Frustration KrabbelnSo richtig merkt man das dann, wenn die Kinder anfangen wollen zu robben bzw. zu krabbeln. Es wird der Vierfüßlerstand geübt, gerobbt, gewippt und „Baby Liegestütze“ trainiert und dabei wird gemeckert was das Zeug hält. Eigentlich am laufenden Band. Hinzu kommt, dass das bis dahin erlernte auch nachts unter Protest geübt werden muss.

Passenderweise postete ich auf meinen Instagram Profil letztens ein Video meines nörgelnden Kindes beim Versuch vorwärts zu kommen und erhielt als Antwort einer anderin Mama/Userin (sinngemäß) „Lieber mal hochnehmen anstatt filmen“.

Wer ein Krabbel-/ oder schon Laufkind zu Hause hat weiß, dass es ohne Frustration in der jeweiligen Lernphase nicht geht. Und diese Sitationen sind sogar sehr wichtig (wenn auch nervenaufreibend). Frustrationstoleranz  ist notwendig, um  Frust auszuhalten und mit einer Niederlage fertig zu werden. Kinder wachsen daran, dass Ausdauer und Geduld sich auszahlen.

Was dabei nicht hilft …

… sind Eltern, die ihre Kinder permanent aus dieser Situation herausnehmen. Also für sie (dem Kind) alle Schwierigkeiten und Probleme aus dem Weg zu räumen z.B. in dem sie das Spielzeug, welches vom Kind erreicht werden möchte, direkt vor die Nase legen. Das nämlich zeigt Kindern, dass sie die Dinge nicht selbst schaffen können und dies führt langfristig dazu, dass Kinder mit Enttäuschungen nicht umgehen können.

Natürlich, nehme ich mein Kind hoch, wenn ich merke, dass die Frustration ausartet und das Kind bitterlich weint. Solange sie aber noch versucht und „nur“ jammert, lasse ich sie sich weiter ausprobieren, bin aber in der Nähe. Denn gerade beim Krabbelstart gibt es schon mal den ein oder anderen Unfall.

Gerne hätte ich gesagt …

Das oben hätte ich der Dame auf Instagram eigentlich gerne gesagt – aber so hat sie mich an dem besagten Tag auf falschem Fuß erwischt und außer einem „ich nehme sie schon hoch wenn sie weint“ – habe ich nicht viel über die Lippen gebracht. Wie so häufig, wenn man ganz überraschend konfrontiert wird.

Übrigens zieht sich diese Frustrationstoleranz bis ins „höhere Alter“ …. dann werden aus den Krabbelzwergen Wutzwerge, weil halt irgendwas anderes nicht klappt wie es soll z.B. wenn das Kind ein Spiel verliert.

Frust ist also ganz lange und sogar bis ins Erwachsenenalter Bestandteil unseres Lebens.

 

Christin

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1 Kommentar

  • Reply
    Yarim
    14. August 2017 at 23:14

    Bin begeistert von deinen blogschreiben du sprichst mir aus der seele… wunsche dir und deimer familie noch viel gluck und wohl

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    Frustrationstoleranz, hallo!

    von Christin Geschätzte Lesezeit: 2 min
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