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„Ja-Umgebung“ schaffen: Auf die Plätze krabbel los!

Ja Umgebung Baby

Eh man sich versieht, wird das Baby mobil – es robbt, krabbelt und läuft. Das bringt jede Menge Spaß aber sorgt auch dafür, dass wir unsere eigenen 4- Wände überdenken (sollten). Neben all dem, was es zu entdecken gibt, lauern auch „Gefahren“ auf unsere Babys.

Wer mich auf Instagram länger verfolgt weiß, das ich ein absoluter Befürworter der „Ja-Umgebung“ bin und diese bei uns zuhause Kompromisslos umgesetzt habe.

Was bedeutung eine Ja-Umgebung?

Wie der Name schon sagt, hat es viel mit zu „zulassen“ zu tun. Es bedeutet konkret, dass wir als Eltern die Umgebung für unser Kind so vorbereiten, dass unser Kind sich frei bewegen kann und eben ein „NEIN“ nicht nötig wird (bzw. sehr wenig und dann gezielt).

Dies ermöglicht dem Kind, alles zu entdecken und bringt daneben den Vorteil, dass wir Eltern viel entspannter sein können. Was gibt es anstrengenderes, als wenn ich dauernd hinter meinem Kind nachkrabbeln müsste, um es permanent aus Situationen mit einem „nein“ zu entfernen? Darüber hinaus ist es weder für Kind noch Eltern schön permanent alles verbieten zu müssen. Wenn sich ein „Nein“ nicht vermeiden lässt, sollte man hier „richtig vorgehen“ – dazu mehr in einem gesonderten Beitrag.

Wie schaffe ich eine Ja-Umgebung?

ja umgebungAll diejenigen unter euch, die einen eher minimalistischen Einrichtungsstil haben – wie wir (wenig Möbel / wenig Deko) – haben eine recht einfache Aufgabe. Wo nicht viel Deko steht, gibt es schon mal wenig, was zu Bruch gehen kann. Hier ein paar Anregungen, worauf ihr achten solltet. Am besten begibt man sich dazu selbst in die Babyperspektive und schaut sich alles mal von unten an. Dabei fallen einem schnell „Gefahrenquellen“ auf.

  • Räumt alles weg, was euch am Herzen liegt und definitiv nicht in Babyhände gehört bzw. auf keinen Fall zu Bruch gehen darf.
  • Steckdosen sichern
  • Kabelsalat beheben (wir haben hinter dem TV mit Kabelbinder größere Kabelpakete geschnürt und aus dem Griffbereich des Kindes entfernt)
  • Putzmittel, Alkohol oder ähnliches haben nichts in Reichweite von Kindern zu suchen
  • Wenn Blumentöpfe für euch tabu sind, sichert die Erde z.B. mit einer Strumpfhose
  • Schwere Sachen in Griffweite entfernen (alles was dem Kind beim ziehen auf dem Kopf fallen kann)
  • Gibt es kleine Tische, Schränke, Standkerzenleuchter die mit dem Kind umfallen können?
  • Gibt es interessante Schubladen und Körbe die man ausräumen kann? (Das bringt Spaß)

Eine „Ja-Umgebung“ bedeutet nicht, in den nackten 4 Wänden zu sitzen – das Baby soll trotzdem genug zum entdecken und erkunden haben. Schafft sichere und spannende Bereiche. Alle Gefahrenquellen werden beseitigt sowie private Schätze (z.B. zerbrechliche Deko, Bilderrahmen) gesichert.

Schränke, Treppen, Stufen

Wir selber haben eine offene Küche – die birgt neben einem heißen Backofen auch die Gefahr, dass das Kind zerbrechliche Teller und schwere Töpfe und Pfannen aus dem Schrank räumen kann. Damit hier einfach kein Konfliktpotential entsteht, haben wir alle unteren Türen mit Magnet-Lock-Systemen gesichert. Hier gab es einfach für uns keine andere Option. Die Schränke gaben es nicht her, die Küche komplett kinderfreundlich umzuräumen. Nicht gesichert ist natürlich die große erreichbare Schublade mit den Aufbewahrungsdosen und Schüsseln aus Plastik. Hier muss man einfach schauen, dass man  eine gute Lösung für alle findet. Der heiße Backofen ist momentan ein sehr interessanter Gegenstand für Nora – sie hängt sich mit Vorliebe an den Griff des Backofens. Hierfür kann man auf den Learning Tower oder Hochstuhl zurückgreifen, um das Kind in dem Moment sicher zu wissen, aber nicht im backen oder kochen eingeschränkt zu sein.

Auch bei Treppen und Stufen, sollte man ganz individuell entscheiden – wir haben nichts gesichert und Nora überwindet Stufen mittlerweile sicher alleine.

Nun wünsche ich euch viel Spaß beim umgestalten und einen sicheren Start in die Krabbelphase.

Christin
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„Ja-Umgebung“ schaffen: Auf die Plätze krabbel los!

von Christin Geschätzte Lesezeit: 3 min
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