Hausbaublog - Unser Weg zum Traumhaus

Stein oder Holz – das ist hier die Frage!

Holz oder Stein? Das ist mittlerweile nicht nur Geschmacks- sondern auch Glaubensfrage. Liest man in diversen Baugruppen und Foren – sorgt diese Frage für allerlei Diskussionen.

Auch wir standen ganz am Anfang unserer „Bauherrenkarriere“ vor der Frage: Ja, was bauen wir denn nun eigentlich?! Ich wusste anfänglich nicht mal, was alles für Baumaterialien gibt, geschweige denn welche Vor- und Nachteile diese mit sich bringen.

Letztendlich sind wir, wie ihr ja bereits wisst, bei Haas gelandet und bauen damit ein Holzhaus. Doch welche Vor- und Nachteile bringt Holzständer vs. Massiv eigentlich? Trotz, dass wir absolut überzeugt von der Holzständerbauweise sind, haben wir versucht so wertfrei wie möglichen zu vergleichen.

 

Vor- und Nachteile der Holzständerbauweise

Vorteile

  • Extrem kurze Bauzeit und damit geringere Kosten (keine langanhaltende Doppelbelastung)
  • Absolut flexible Raumgestaltung, da keine tragenden Wände notwendig
  • Trockenzeiten für Putz und andere Materialien entfallen
  • Durch den Einsatz vorgefertigter Teile sinken die Baukosten generell
  • Sonderwünsche wie Abschrägungen und andere Stilelemente lassen sich mit Holz einfach realisieren
  • Holz ist flexibler und elastischer als massiver Stein
  • Eignet sich u.a. auch bestens für erdbebengefährdete Regionen
  • Gute Luftschadstoffaufnahme und bindet Hausstaub
  • Wirkt sich überaus positiv auf das Raumklima und die Energiebilanz des Hauses aus
  • Umweltschonend und nachhaltig – dan nachwachsender Rohstoff
  • Hoher Anteil an Eigenleistung möglich
  • Holz hat gute statische als auch wärmedämmende Eigenschaften
  • Witterungsrisiko in der Bauphase minimal

 

Nachteile

  • Geringere statische Belastbarkeit (max. 3 Vollgeschosse)
  • Trotz enormen Fortschritt ist ein Holzhaus immer noch hellhöriger als Massiv
  • Haltbarkeit moderner Fertighäuser nur 100 Jahre
  • Holzhäuser sind brangefährdeter – daher höhere Versicherungskosten
  • Niedrigerer Wiederverkaufswert (10-20% Wertverlust)
  • Manche Anbieter haben eine Wartezeit
  • Wasserschäden können verheerend sein

Vor- und Nachteile der Massivbauweise

Vorteile

  • Können problemlos um- und angebaut werden
  • Höherer Brandschutz
  • besser Schallschutz
  • Langlebigkeit – 100 Jahre und mehr
  • Guter Wiederverkaufswert

Nachteile

  • Lange Bauzeit, damit lange Doppelbelastung
  • Enorme Kosten, wenn man z.B. KfW 40+ massiv bauen möchte
  • Lange Trockenzeiten, wird zu schnell weitergebaut besteht die Gefahr von Nässe & Schimmelbildung

 

Die Aufstellung hat keine Garantie auf Vollständig- und Richtigkeit. Gesamt gesehen, kann man nicht pauschal sagen, was besser ist. Auch Stein ist nicht gleich Stein. Man sollte also im Einzelfall genau prüfen, welche Materialien verbaut werden (auch Dämmmaterial etc.).

// Welche Vor- und Nachteile sprechen für euch für oder gegen die beiden Bauweisen?//

Christin
Print Friendly, PDF & Email

You Might Also Like

2 Kommentare

  • Reply
    Stefanie
    28. November 2017 at 11:16

    Liebe Christin,

    ich bin bei der Recherche über deinen Blog gestolpert. Allerdings wirst du meiner Meinung nach der Holzbauweise nicht ganz gerecht. Denn deine aufgelisteten Nachteile sind nicht mehr zeitgemäß.

    Der Geschosswohnungsbau ist auch in der Holzbauweise absolut im Kommen. Es wurden bereits viergeschossige (Rothenburg Lignum) und achtgeschossige Mehrfamilienhäuser (Bad Aibling) gebaut. In Wien wird aktuell sogar an einem 24-stöckigen Holzhaus gebaut.

    Auch beim Schallschutz kann man nicht pauschalisieren. Denn der vorgeschriebene Wert ist in der jeweiligen Bauordnung in der DIN 4109 festgelegt. Dieser muss unabhängig jeglicher Bauweise eingehalten werden. Im Holzbau gibt es jedoch Konstruktionsmöglichkeiten um eine geringere Schalldurchlässigkeit zu erreichen. Da kann der Schallschutz durchaus auch mal besser sein als in einem Massivhaus.

    Der moderne Holzbau ist eine Weiterentwicklung des traditionellen Fachwerkbaus. In Städten wie Nürnberg, Rothenburg ob der Tauber o.a. sind die berühmten Fachwerkhäuser mehrere hundert Jahre alt. Demnach steht die Langlebigkeit von Holzhäusern der von Massivhäusern in nichts nach.

    Zu behaupten, dass Holzhäuser brandgefährdeter sind als Steinhäuser, finde ich schon sehr grenzwertig. In der Regel liegt es nämlich nicht am Baustoff, dass ein Gebäude in Brand gerät, sondern am Interieur Kerzen, Deko, Vorhänge, etc. Das ist in jedem Gebäude gleich und hat absolut nichts mit Holzhaus oder Steinhaus zu tun. Wie schon beim Schallschutz ist in Deutschland alles genormt und geregelt. Daher ist auch der Brandschutz in der DIN 4102 festgehalten und die Feuerfestigkeit einzelner Bauteile muss unabhängig jeglicher Bauweise immer eingehalten sein. Dass Holzhäuser angeblich brandgefährdeter sind, ist nur noch in den Köpfen der Leute.

    Wasserschäden können bei jeder Bauweise verheerend sein, der Vorteil bei der Holzbauweise, ist meiner Meinung nach jedoch, dass man einen eventuellen Schaden deutlich früher merkt und daher auch früher beheben kann.

    Viele Grüße
    Stefanie

    • Reply
      Christin
      3. Dezember 2017 at 11:26

      Hallo Stefanie, ja das ist wahr – da muss ich dir Recht geben. Mittlerweile holen die Fertighäuser sehr auf. Leider sehen das viele Banken noch nicht so und bewerten Holzständer recht schlecht.

    Leave a Reply

    Stein oder Holz – das ist hier die Frage!

    von Christin Geschätzte Lesezeit: 2 min
    2