Pflege, Gesundheit & Wickeln

Babypflege – was man alles nicht braucht!

Babypflege

Schädeliche Inhaltsstoffe BabypflegeLäuft man durch die bekannten Drogeriemärkte – speziell durch die Babyabteilung – ist man schnell überfrachtet von der Masse an Babypflegeprodukten. Cremes, Öle, Puder, Waschzusätze und, und, und. Die Marketingmaschinerie läuft super – es wird überall suggeriert „Nur das Beste für Babys Haut“. Hinzukommt, dass man meist ganz viele Proben erhält – mittlerweile sogar direkt vom Hersteller per Post. Gerade als Erstlingsmama lässt man sich hier schnell von den schick aussehenden Tübchen und Döschen anlocken. Doch was braucht Babys Haut nun wirklich?

 

Babyhaut ist unreif

Im Grunde ist es ganz einfach. Ein Baby hat die gesündeste und beste Haut die es gibt. Sie ist sehr weich, aber auch sehr empfindlich. Wichtig zu wissen ist allerdings, dass die Babyhaut nach der Geburt noch nicht komplett gereift, der Barrierefilm noch nicht stabil und somit sehr anfällig für Belastungen von außen ist. Von der Kälte- und Sonnenempfindlichkeit mal ganz abgesehen.

Zart wie ein Babypopo.

Nun denken leider viele Mamas, dass sie unbedingt cremen und ölen müssen, um eben genau diese zarte Haut beizubehalten. Aber das ist leider ein Trugschluss. In vielen namhaften Pflegeprodukten sind u.a. allergieverdächtige Duftstoffe, synthetische Farbstoffe, kritische  Substanz MOAH und Mineralöle enthalten. Durch die instabile Hornschicht dringen diese Schadstoffe in die Haut ein. Dies führt einerseits dazu, dass die Haut austrocknet, andererseits kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Einigen Inhaltsstoffen wird zudem eine krebserregende Wirkung nachgesagt.

Mandelöl und Heilwolle sind meine Geheimtipps

Was ist nun die richtige Pflege für Babys Haut?

In den ersten Monaten ist Wasser ausreichend. um z.B. beim Windeln wechseln den Po zu säubern oder das Kind Abends zu waschen. Bei Vollbädern reicht es vollkommen ein paar Tropfen Muttermilch und/oder Mandelöl (aus der Apotheke) hinzuzugeben. Bei der Häufigkeit des Badens streiten sich die Geister. Ich denke, da Babys noch nicht „übermäßig schmutzig“ werden können,  reicht 1x die Woche. In sehr heißen Monaten kann man dem Kind auch mehrmals durch das Baden eine Erfrischung verschaffen.

Babypflege FeuchttücherWenn’s schnell gehen muss: Bei Feuchttüchern wird zwar häufig mit Parfümfreiheit, oder auch Alkoholfreiheit geworben, dennoch enthalten viele Produkte schädliche Inhaltsstoffe wie z.B. Polyaminopropyl Biguanide (PHMB). Dieser Stoff  wirkt antibakteriell – er  verhindert, dass sich keine Bakterien in der offenen Packung vermehren können. PHMB ist von der EU-Kommission als Gefahrstoff eingestuft und im Januar 2015 für den Einsatz in Kosmetika verboten worden, da er im Verdacht steht, krebserregend und erbgutverändernd zu sein. In Feuchttüchtern darf er inkonsequenterweise weiter verwendet werden. Frag einer den Gesetzgeber warum?!

Wer dieser Gefahr aus dem Weg gehen will hat die Möglichkeit, eigene Feuchttücher herzustellen (Anleitung folgt) oder klassisch auf Waschlappen und Wasser zurückzugreifen. Mit einer Nasstasche und einer Thermoskanne lässt sich dies auch unterwegs realisieren.

Weniger ist mehr.

Auch bei Cremes heißt es – weniger ist mehr. Bis auf eine reichhaltige Wind- und Wettercreme bei Minusgraden, kann man im ersten Lebensjahr komplett auf Pflegecremes verzichten.

Wunder Pöschi

Viele werden jetzt rufen: “ Ja, aber was ist denn wenn der Po wund ist?“ Ein wunder Po ist vorerst kein Grund für den Einsatz von Cremes. Ist der Po rot, aber noch nicht offen, ist für mich Heilwolle das Mittel der Wahl. Ergänzend hierzu kann man beim Wickeln den geröteten Bereich mit kaltem Schwarztee abtupfen. Nutzt hierzu einen günstigen Schwarzen Tee.  Warum günstig: Entzündungshemmend sind die Gerbstoffe im Tee und genau diese findet man vor allem in den günstigen  Schwarzteesorten. Wenn der Po häufig wund wird, hilft es  meist, die Windelmarke zu wechseln, auf Feuchttücher zu verzichten oder häufiger zu wickeln. Sollten die Rötungen andauern oder gar schlimmer werden, sollte man einen Arzt aufsuchen. Gerade bei Babys die vermehrt Stuhlgang haben (z.B. mit Beginn der Beikost) kann es zu einem wunden Po kommen. Bei Nora hat die Heilwolle gegen den wunden Po geholfen.

Und bei aller Liebe zum Baby: Diese sperlich anmutende Babypflege ist nicht nur gut fürs Baby, sondern auch schonend für den Geldbeutel und die Umwelt.

Christin

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1 Kommentar

  • Reply
    Baby Feuchttücher ganz einfach selbst machen | Unser kleines ich
    3. Juli 2017 at 9:32

    […] meinem Beitrag zur Babypflege erwähnte ich als Alternative für industriell hergestellte Feuchttücher – selbstgemachte […]

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    Babypflege – was man alles nicht braucht!

    von Christin Geschätzte Lesezeit: 3 min
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